Er hat sich seinen Kindheitstraum erfüllt: Skirennfahrer wollte er werden – und genau das ist er heute. Seine zweite Leidenschaft fand David Murer abseits der Piste, als Finanzberater. Wie passen diese beiden scheinbar komplett unterschiedlichen Tätigkeiten zusammen? Im Interview verrät der sympathische Nidwaldner, was ihn zu dieser Kombination bewogen hat und wie er heute seine Ambitionen auf der Skipiste und in der Finanzberatung lebt.

David Murer, Hand aufs Herz: Was fordert dich mehr, Skirennen oder Beratungsgespräche, in denen es um die finanzielle Zukunft deiner Kundinnen und Kunden geht?

Schon Skirennen, ganz klar. Da stehen 120 Fahrer am Start und jeder will gewinnen. In den wenigen Minuten auf der Piste gilt es dann ernst: Alles muss passen, nur wer auf den Punkt abliefert, hat die Chance, ganz vorne dabei zu sein.

Im Kundengespräch nehme ich mir dagegen Zeit. Da höre ich zu, stelle Fragen und gehe im Detail auf die persönlichen Anliegen des Gegenübers ein. Adrenalin wird im Kundengespräch also weniger ausgeschüttet (lacht), dafür erfüllt mich diese Tätigkeit umso mehr, weil ich langfristig etwas Positives bewirken kann. Schlussendlich hat beides seinen Reiz, es ist jedoch komplett unterschiedlich.

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Auf den ersten Blick hat es tatsächlich wenig miteinander zu tun. Wie kamst du überhaupt dazu, als Skirennfahrer in die Finanzberatung einzusteigen?

Das war für mich selbst auch eine Überraschung – Finanzberatung hatte ich, ehrlich gesagt, nicht wirklich auf dem Schirm. Doch dann nahm ich teil an einem Networking-Event des Athletes Network. Es war eine Karrieremesse mit verschiedenen Ständen. Viele Firmen sagten mir, dass ich mit meinen Voraussetzungen – also im Winter voll im Skisport, im Sommer dafür umso mehr Zeit – nicht für einen Job bei ihnen geeignet sei. 

Dann habe ich meinen heutigen Teamleiter von Swiss Life Select kennengelernt. Er war offen, hilfsbereit und hat mir gezeigt, dass es durchaus Wege gibt, Beruf und Sport zu verbinden. Einige Fähigkeiten, die ich auf der Piste brauche, helfen mir dabei, auch ausserhalb des Skisports erfolgreich zu werden: Disziplin, Begeisterung, Durchhaltevermögen. Als Finanzberater habe ich die Möglichkeit, meine Karriere selbst zu steuern und den Fokus im Sommer mehr auf die Beratung zu legen und im Winter wieder etwas mehr auf der Piste zu sein. Es war also keinesfalls eine Notlösung, sondern genau das, was ich gesucht hatte.

Und wie reagieren deine Kundinnen und Kunden darauf, dass ihr Finanzberater auch noch Skirennen fährt?

Sie sind sehr interessiert und ich bekomme viele positive Rückmeldungen. Sie freuen sich an dem, was ich mache – vor allem hier in der Gegend (also in Nidwalden) sind sie auch sehr skibegeistert und finden es spannend, wenn ich von meinen Rennen erzähle. Oft ist der Skisport auch ein toller Icebreaker für ein weiterführendes Gespräch.

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David Murer

David Murer ist Skirennfahrer und Finanzberater. Über das Athletes Network hat er bei Swiss Life Select eine neue berufliche Perspektive gefunden und startete letztes Jahr seine Ausbildung zum Finanzberater.

Was ist das Athletes Network?

Das Athletes Network ist eine Organisation, die aktive und ehemalige Spitzenathletinnen und -athleten – über alle Sportarten hinweg – mit der Wirtschaft vernetzt. Es unterstützt Athletinnen und Athleten in allen Belangen während der Sportkarriere, im Übergang in die Wirtschaftswelt sowie nach der Spitzensportkarriere. Nebst den interessanten Kontakten zur Wirtschaft fungiert das Athletes Network als Alumni, wo sich Gleichgesinnte austauschen und ihre Erfahrungen untereinander teilen können. 

Swiss Life Select ist Partnerunternehmen des Athletes Network und engagiert sich aktiv für den Berufseinstieg von Athletinnen und Athleten in die Wirtschaft. Wir sind überzeugt, dass Menschen aus dem Spitzensport mit ihrer Disziplin, Zielstrebigkeit und Teamorientierung hervorragend zu unserer Unternehmenskultur passen. Gleichzeitig profitieren die Athletinnen und Athleten von spannenden Karriereperspektiven. So entsteht eine Partnerschaft, die für beide Seiten wertvoll ist.
 

Kommst du in der kälteren Jahreszeit überhaupt dazu, dich um Kundengespräche zu kümmern? Oder anders gefragt: Braucht deine Kundschaft im Winter so richtig viel Geduld, bis du endlich mal Zeit für sie findest?

Mit Sicherheit nicht! Meine Kundinnen und Kunden sind mir wichtig und ich bin ja auch im Winter gut erreichbar. Selbst wenn ich auf der Skipiste oder im Kraftraum bin, finde ich Zeit für ein Telefonat. Klar, mitten in einem Rennen kann ich das Telefon nicht beantworten und Beratungen mache ich auch nicht zwischen Tür und Angel. Doch Termine vereinbaren kann ich sehr wohl. Für die Beratung selbst nehme ich mir dann genügend Zeit und setze mich mit den Kundinnen und Kunden an einen Tisch. Dass Finanzberatung für mich keine Gelegenheitslösung ist, sondern echte Leidenschaft, spürt meine Kundschaft sicherlich, denn Begeisterung lässt sich auf Dauer nicht vorspielen.

Was genau fasziniert dich denn an Finanzen, Bilanzen und Versicherungen?

Natürlich geht es in der Finanzberatung um Zahlen – doch noch viel mehr geht es um die Menschen und genau da beginnt meine Leidenschaft: Ich möchte meinen Kundinnen und Kunden dabei helfen, finanziell besser aufgestellt zu sein. Wenn sie durch meine Beratung am Ende mehrere hundert oder sogar mehrere tausend Franken pro Jahr sparen können, gibt mir das sehr viel.Dazu ist die Tätigkeit als Finanzberater äusserst abwechslungsreich, denn in jeder Beratung gibt es eine andere Ausgangslage, andere finanzielle Umstände, andere Fragen. Somit ist jeder Tag anders, das entspricht mir sehr. Ich wollte schon immer etwas mit Menschen machen, jetzt habe ich die perfekte Tätigkeit dazu gefunden.

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«Meine Kundinnen und Kunden sind mir wichtig und ich bin ja auch im Winter gut erreichbar. Selbst wenn ich auf der Skipiste oder im Kraftraum bin, finde ich Zeit für ein Telefonat. Für die Beratung selbst nehme ich mir dann genügend Zeit und setze mich mit den Kundinnen und Kunden an einen Tisch.»

Kannst du die Erfahrung aus dem Spitzensport in der Finanzberatung miteinfliessen lassen oder sind das doch zwei ganz unterschiedliche Paar Schuhe?

Man hört ja oft, dass es Parallelen gibt zwischen Beruf und Spitzensport; ich wusste allerdings nie, weshalb. Seit ich in der Finanzberatung tätig bin, habe ich angefangen zu realisieren, dass der Skisport tatsächlich eine gute Lebensschule ist:Selbstdisziplin, die ständigen Hochs und Tiefs, der Umgang mit den unterschiedlichsten Menschen, das Dranbleiben, wenn es mal nicht so gut läuft, die Eigenverantwortung im Training – besonders im Sommer, wenn andere auf dem Liegestuhl die Sonne geniessen – da am Ball zu bleiben und konsequent für den Winter zu trainieren, das braucht Disziplin, denn da steht nicht immer jemand nebendran, um einen zu motivieren. Diese Eigenschaften helfen mir heute im Berufsalltag enorm. Somit bringt mir die ganze Erfahrung aus dem Spitzensport durchaus etwas in meiner Tätigkeit als Finanzberater.

Zeit für einen beruflichen Wechsel?

Auch Quereinsteiger können bei Swiss Life Select Karriere machen. Doch was sind die Voraussetzungen für den Job als Finanzberater? Und was macht das Arbeiten bei uns so speziell? Alle Infos gibt es hier.

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Wie geht es nun für dich weiter – abwechselnd von der Piste ins Büro und wieder zurück oder gibt es doch eine Tendenz in eine Richtung?

Beruflich möchte ich mich auf jeden Fall weiterentwickeln. Sportlich würde ich mir gerne noch einen Traum erfüllen und – wenn alles klappt – an der Ski-WM 2027 für die Philippinen starten. Dank meiner Mutter, die gebürtige Filipina ist, könnte ich tatsächlich die Möglichkeit bekommen, an diesem Grossanlass dabei zu sein. Ob ich die Chance erhalte, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

Abseits der Piste, also in der Finanzberatung, habe ich ebenfalls noch viel vor. Wie gesagt, gefällt mir diese Tätigkeit wirklich sehr und hier habe ich es selbst in der Hand, wie meine Karriere in Zukunft verlaufen wird. Ich möchte mich auf jeden Fall weiterentwickeln, mehr Verantwortung übernehmen und vielleicht irgendwann die Schnittstelle zwischen Sport, Sponsoring und Finanzberatung noch stärker nutzen.

Ich kann mir vorstellen, dass es in diesem Bereich spannende Möglichkeiten gibt.Ich bin auf jeden Fall dankbar, dass ich bis jetzt immer meinem Herzen gefolgt bin, mir meinen Kindheitstraum vom Skirennsport erfüllt habe und jetzt mit der Finanzberatung einen so spannenden Weg gefunden habe, um den Schritt ins Berufsleben abseits der Skipiste zu gehen. Was also auch immer sich in den kommenden Monaten und Jahren beruflich noch ergibt – ich freue mich darauf, denn ich weiss: Langweilig wird es ganz bestimmt nicht.

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